Chronologie  

CHRONOLOGIE

Haskenkreuz an Dönerimbiss. Quelle: de.indymedia.org

Rechte Gewalt in Brandenburg


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15.07.2010  » Forst (Lausitz) / Spree-Neiße
Forst In den frühen Morgenstunden betraten 15-20 vermummte Personen das Gelände des alternativen Jugendtreffs Park7 und warfen mit Pflastersteinen die Fensterscheiben des Hauptgebäudes ein.  (Quelle: Antifa Forst)
10.07.2010  » Templin / Uckermark
Templin Nach dem WM-Fußballspiel Uruguay-Deutschland versetzte ein bekannter Rechter aus einer Gruppe heraus einem jungen Alternativen einen Schlag ins Gesicht. Zuvor hatte der Angreifer erfolglos versucht, einen Begleiter des Jugendlichen gezielt zu schlagen.  (Quelle: OPP)
07.07.2010  » Bad Freienwalde (Oder) / Märkisch-Oderland
Bad Freienwalde Drei linke Jugendliche wurden nach dem WM-Fußballspiel Deutschland-Spanien von Neonazis in einer Kneipe angegriffen. Sie flohen in den Vorraum einer nahe gelegenen Polizeiwache, den mehrere Rechte versuchten zu stürmen. Schließlich kam es vor der Wache zu einer Prügelei. Die Jugendlichen und einer der Rechten wurden verletzt.  (Quelle: OPP)
07.07.2010  » Potsdam / Potsdam
Potsdam Nach dem WM-Fußballspiel Deutschland-Spanien wurde am Hauptbahnhof ein Regierungsvertreter aus dem Jemen durch einen Schlag gegen den Kopf verletzt. Der Angreifer zeigte dabei den sogenannten Hitlergruß. Der Tatverdächtige wurde in Gewahrsam genommen.  (Quelle: Polizei; OPP)
29.06.2010  » Oranienburg / Oberhavel
Oranienburg Weil eine Kasachin sich auf Russisch mit ihrer 9-jährigen Tochter unterhielt, wurden die beiden von einem unbekannten Mann als »Russenschweine« beleidigt. Danach trat der Mann der Frau mit dem Knie in den Bauch.  (Quelle: Polizei; OPP)
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2010-02-22

Rechte Gewalttaten in Brandenburg

Seit dem Jahr 2000 hat die Opferperspektive über 1.100 rechte Gewalttaten in Brandenburg dokumentiert.

Aktuelle Chronologie 2010 (wird fortlaufend aktualisiert)

Chronologie 2010 als rss2

Chronologie nach Jahren, Kommunen, Landkreisen

Angezeigt werden können die seit dem Jahr 2000 oder in einem der Jahre 2000 bis 2010 registrierten Gewalttaten für jede Kommune und jeden Landkreis in Brandenburg. Beispiele:

Die Zuordnung zu Kommunen basiert auf der Verwaltungsstruktur nach Abschluss der Gemeindegebietsreform (Stand: 1. Januar 2006, Quelle: service.brandenburg.de )

Quellen

Die Grundlage der Chronologie und Statistiken bilden eigene Recherchen, Mitteilungen von Kooperationspartnern und eine tägliche Auswertung von Zeitungen, Polizeimeldungen und Internetquellen. Die Chronologie ist unvollständig. Sie enthält lediglich Gewalttaten, die der Opferperspektive bekannt wurden. Zeitliche und regionale Schwankungen hängen auch damit zusammen.

Erfassungskriterien

Erfasst werden

  • Straftaten, mit denen eine körperliche Schädigung von Personen beabsichtigt oder vollendet wurde,
  • Sachbeschädigungen und Brandstiftungen, wenn diese indirekt auf eine Schädigung bestimmter Personengruppen abzielen,
  • Nötigungen und Bedrohungen mit erheblichen Folgen für das Opfer,

wenn der Tat von den Geschädigten, von Zeugen oder der Polizei eine rechte Tatmotivation zugeschrieben wird, und wenn in den Tatumständen Feindbilder gegen gesellschaftliche Gruppen erkennbar eine bestimmende oder eskalierende Rolle spielen, insbesondere

  • Rassismus und Antisemitismus,
  • Hass gegen Linke und Demokraten,
  • Verachtung von Punks und anderen Jugendkulturen,
  • Sozialdarwinismus gegenüber Obdachlosen und Behinderten,
  • Hass auf Schwule und Lesben.

Die Erfassungskriterien sind mit denen der Polizei nach der Definition »Politisch motivierte Kriminalität-rechts« vergleichbar. Der wichtigste Unterschied ist die Berücksichtung von Bedrohungen, Nötigungen und Sachbeschädigungen durch die Opferperspektive. Eine ausführliche Erläuterung dieser Definition und eine Diskussion der Unterschiede zu der polizeilichen finden sich in dem Dokument

Rechte Gewalt – Definition und Erfassungskriterien

Weiterführende Dokumente

(OPP)

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